Rechtliche Grundlagen

Beziehungsstatus des Paares und Spendersamen

Ist eine Behandlung bei unverheirateten Paaren möglich?
Rechtlich gibt es keine Einschränkung in der Behandlung unverheirateter Paare.
Die Kostenerstattung ist bei den meisten gesetzlich Versicherten aber nicht gegeben. Privat Versicherte sollten eine Kostenübernahme mit Ihrer Versicherung vorher abklären, da viele private Versicherungen auch für unverheiratete Paare zahlen.

Ist eine Behandlung bei gleichgeschlechtlichen Paaren möglich?
Die Methoden der Kinderwunschbehandlung werden in unserem Zentrum  bei gleichgeschlechtlichen Paaren oder alleinstehenden Frauen nicht durchgeführt.

Besteht die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung mit Spendersamen?
Die Samenspende ist in Deutschland bei Paaren nur gestattet, wenn im Ejakulat keine Spermien nachweisbar sind (Azoospermie), sich aus einer TESE keine Spermien gewinnen lassen oder ICSI-Therapien nicht erfolgreich waren.

Kryokonservierung

Ist das Einfrieren von Eizellen oder Spermien in Deutschland gestattet?
Das Einfrieren von Eizellen, Spermien und Vorkernstadien ist zulässig. Mit der neuen Art der Kryokonservierung, der Vitrifikation, die auch in unserem Zentrum angeboten wird, sind die Ergebnisse erheblich verbessert worden. Üblicher ist allerdings, befruchtete Eizellen (Vorkernstadien) mit der konventionellen Methode des slowfreezing einzufrieren.

Gesetzliche Bestimmungen in der Reproduktionsmedizin

Embryonenschutzgesetz
Seit 1990 gilt in Deutschland das Embryonenschutzgesetz. Es regelt, dass nur speziell ausgebildete Ärzte Therapien der assistierten Befruchtung durchführen dürfen. Natürlich haben Dr. med. Caroline Niehoff und Prof. Dr. med. Axel Kamischke die dafür notwendige Berechtigung inne. Maßnahmen der assistierten Befruchtung dürfen nur zu dem Zweck durchgeführt werden, eine Schwangerschaft bei der Frau herbeizuführen, von der die Eizelle stammt. Dabei dürfen nicht mehr befruchtete Eizellen zu Embryonen heranreifen, als der Frau innerhalb eines Behandlungsversuchs übertragen werden sollen. Pro Behandlung dürfen maximal drei Embryonen in die Gebärmutter gesetzt werden.

Eine Eizellspende und auch die Leihmutterschaft sind gemäß Embryonenschutzgesetz in Deutschland grundsätzlich nicht gestattet. Verboten ist auch die Auswahl von Embryonen nach dem Geschlecht. Es besteht ein absolutes Forschungsverbot an Embryonen.

Transplantationsgesetz (TPG) und Arzneimittelherstellungsgesetz (AMG)
Ergänzt wird das Embryonenschutzgesetz durch das Transplantationsgesetz (TPG) und das Arzneimittelherstellungsgesetz (AMG). Hierin wird genau geregelt, welche Qualifikationen und  Abläufe in einem Kinderwunschzentrum und dem zugehörigen Labor gegeben sein müssen, um „künstliche Befruchtungen“ durchführen zu können. Alle zwei Jahre erfolgt eine Kontrolle durch die Bezirksregierung. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es eines umfangreichen Qualitätsmanagements.